Yoga

 

Yoga ist eine jahrtausendalte Tradition und hat ihren Ursprung in Indien. „Yo-ga“ bedeutet nichts anderes als Einheit und Integration. Diesen Zustand der Einheit können wir durch die Praxis auf geistiger und körperlicher Ebene erfahren. Das Übungssystem auf körperlicher Ebene ist eine hervorragende Atemschulung und ein Weg zu mehr Sammlung, innerer Ruhe und Wohlbefinden.

In einer Welt, in der wir immer mehr Stress in immer mehr Lebensbereichen erfahren, wird Yoga oft als Pausenknopf genutzt um einen Moment der Entspannung zu erleben, während die äußere Welt sich weiterdreht. Dem ist nichts gentgegen zu setzten, dennoch hat Yoga weitaus mehr zu bieten. Der Zugang zum Yoga über die Asanas (Haltungen) ist gerade im Westen eine einfache Möglichkeit, da wir uns mit etwas Greifbarem beschäftigen. Mein persönlicher Zugang ist stark vom Raja Yoga geprägt, einer der klassischen Yogawege, wie ihn auch Patanjali beschreibt.

 

Yoga ist eine Lebensphilosophie, die sich letztlich im Denken und Handeln ausdrückt. Dies finden wir auch in den bekannten Yoga Sutren von Patanjali wieder. Wenn Yoga auf seine wesentliche und ursprüngliche Form zurückgeführt wird, erfahren Praktizierende Veränderungen an Körper und Geist. Eine natürliche Verbindung mit einer inneren Qualität entsteht. In den Upanishaden finden wir dazu folgende Zeile: "Lerne DAS kennen, wodurch ALLES erkannt wird."

Der Zustand von Sattva gilt als Grundlage jeder spirituellen Praxis. Das Yoga bietet uns hier mehrere Zugäne, sei es durch Asanas oder Meditation. Nur im sattvischen Zustand ist es uns möglich, unser wahres Wesen (Sat) zu erfahren.

 

In der Auseinandersetzung mit den Yogasutras, den Lehrern von Patanjali wird schnell klar, dass es sich beim Yoga um ein sehr komplexes System handelt.

 

Der achtgliedrige Pfad des Yoga von Patanjali

 

Patanjali war indischer Gelehrter und Verfasser des Yogasutra, er gilt als Vater des Yogas. Er lebte irgendwann im 2. bis 4. Jhd nach Christus. Die ältesten Schriften des Yogas sind allerdings 5000 Jahre alt.

Der Weg des Yoga wird meist vereinfacht als der achtgliedrige Pfad dargestellt und ist eine Art Rezept aus acht verschiedenen Gliedern.

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt

2. Niyamas – der Umgang mit sich Selbst

3. Asanas – der Umgang mit dem Körper

4. Pranayama – der Umgang mit dem Atem

5. Pratayahara – der Umgang mit den Sinnen – das Zurückziehen der Sinne

 

6. – 8. Samyama – der Umgang mit dem Geist

6. Dharana – Konzentration

7. Dhyana – Meditation

8. Samadhi – das Höchste: die innere Freiheit

 

In den Yogasutras lesen wir zu Beginn "Yoga citta vritti nirodahah". Yoga ist das Ruhigstellen des Geistes, ihn auf einen Gegenstand auszurichten. Patanjali beschreibt hier zwar das Yoga, aber im Grunde ist es auch der Zustand der Meditation. Somit können wir die Meditation  als das Herzstück des Yoga bezeichnen. 

 

Nicht zuletzt deshalb ist mir die Meditation ein großes Anliegen in meinen Yogastunden. Aber auch die Atemschulung - Pranayama wird oft unterschätzt. Der Atem spielt eine wesentliche Rolle in unserem Gesamtsystem und hat einen großen Einfluss auf die Psyche und den Organismus des Menschen. Durch Pranayama können wir unsere Lebensenergie wieder mehr ins Fließen bringen.

 

Auch die Verbindung von Atem und Bewegung ist wesentlich im Yoga. So kann bereits ein meditativer Zustand im Üben der Asanas entstehen. Auch Mantras gehören mittlerweile zu jeder meiner Stunden, welche ich hin und wieder - allerdings mehr in Workshops - durch mein Indisches Harmonium begleite.

 

 

 

Ashtanga Vinyasa Yoga

Ashtanga Yoga ist ein System im Hatha Yoga aus der Tradition von T. Krishnamacharya. Als weiterer Vater des Ashtanga Yogas gilt Pattabhi Jois. Die Essenz des Ashtanga Vinyasa Yoga ist die Verbindung von Atem und Bewegung. Es gibt sechs Serien, wobei hauptsächlich die erste Serie - Yoga Chikitsa - unterrichtet wird. Der Zugang basiert auf einer Abfolge von Übungen und einer gezielten Atemtechnik. Dadurch entsteht eine kraftvolle Form des Yoga. Es zählt zu den wichtigsten und anspruchsvollsten Systemen des Hatha Yoga. Modernere, ebenso dynamische Formen des Yoga leiten sich davon ab. Wie auch das Flow Yoga.

 

 

 


Flow Yoga

Flow Yoga schöpft aus mehreren Quellen, wie dem Yogasutra des Patanjali, dem Konzept des Sonnengrußes und den Lehren von T. Krishnamacharya und dessen vier wichtigsten Schülern: Indra Devi, B. K. S. Ivengar, Pattabhi Jois und T. K. V. Desikachar. Schon T. Krishnamacharya legte großen Wert auf die Verbindung von Atem und Bewegung und sprach auch schon von einem meditativen Zustand, welcher in dieser Verbindung entsteht. Im Flow Yoga können wir immer wieder zwischen den Asanas hin und hergleiten, aber auch für ein paar Atemzüge in ihnen verweilen. Die Abfolgen der Flows sind aufwärmend und stabilisierend, energetisierend und anregend und zum Schluss hin beruhigend und enstpannend. Die Flow Yoga Stunden sind im Gegensatz zum Ashatanga Vinyasa Yoga in jeder Einheit etwas unterschiedlich zusammengestellt und haben einen unterschiedlichen Fokus.

 

 


Hatha Yoga und Yoga Mind Therapy nach Yogi Raviji

 

Eingangs ein kleiner Flow von Atem und Bewegung um mehr vom Denken ins Spüren zu kommen. Aufeinander abgestimmte Asanas, welche Rück-, Vor- ud Seitbeugen enthalten, die jede Stunde etwas anders zusammengestellt sind.

Eine sehr puristische, sanfte Hatha Yoga Stunde, mit einer sehr erdenden Wirkung. Zum Abschluß ein Set aus Pranayama und Yoga Mind Therapy nach Yogi Raviji (Yoga Nidra) für ca. 20 Minuten, welche auch unterschiedlich im Kern ist. Yoga Nidra ist eine Tiefenentspannung, bei der wir uns im Alpha-Zustand befinden und Zugang zum Unterbewusst sein haben. So können wir alte Glaubenssätze und Gedankenmuster lösen und neue Gedankenmodelle entstehen lassen. 

 

 

Mama Baby Yoga

Der Mama Baby Yogakurs richtet sich an Mütter mit ihren Babies, ca. 6 Wochen nach der Geburt bis zum Krabbelalter der Kinder. In diesem Kurs soll Raum geschaffen werden um eine harmonische Zeit der intensiven Nähe zu erleben. Gemeinsame Körper- und Entspannungsübungen sollen die Körperwahrnehmung stärken und die Entwicklung eines positiven Körpergefühls steigern. Ein Schwerpunkt bietet auch die Unterstützung der Rückbildung nach der Geburt. Die Babies können in die Übungen miteinbezogen werden, sie können auch schlafen, bei den Übungen zusehen oder gestillt bzw. gefüttert werden. Diese Stunde richtet sich individuell an die Bedürfnisse der Kleinsten. Nach der gemeinsamen Yogapraxis besteht Raum für einen gemeinsamen Tee, um den Vormittag gemütlich ausklingen zu lassen.  


Familien Yoga

Dein Kleinstes ist schon zu groß fürs Mama Baby Yoga und du hast keinen Babysitter, außerdem ist ja noch dein älteres Kind, welches noch nicht im Kindergarten ist... du würdest aber gerne wieder mal zum Yoga gehen!? Dann bist du im Familienyoga genau richtig. Bring deine Kinder mit und wir üben gemeinsam. Genau das lehrt uns das Yoga. Es ist eine Praxis, in der wir uns selbst nahe sind, unabhängig was gerade um uns passiert.

 

 

           


Meditation

In der Yogameditation geht es darum, Entspannung im Sinne einer wachen Ruhe zu entwickeln. Daraus kann sich dann innerer Frieden und mehr Stabilität unseres Geistes entwickeln. Wesentliche Meditationsobjekte des Yogas sind der eigene Körper, der Atem und der Herzraum sowie die Entwicklung von Mitgefühl und Entfaltung von Liebe. Daraus kann dann Vertauen, tiefe Ruhe, Zufriedenheit und die Erfahrung des Einsseins entstehen. Meditation ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Yogastunden, ich biete aber auch Meditationsworkshops an.